Mit einer Brust-Op zur Traumbrust

Waren es zu Beginn vor allem Hollywoodstars, die sich einer Brust-OP unterzogen haben, so sind es heute immer mehr ganz normale Frauen, die mit ihrer Oberweite nicht mehrzufrieden sind. Wie das Statistik-Portal statista.com erhoben hat, wurden 2014 mehr als 45.000 operative Eingriffe zur Brustvergrößerung in Deutschland durchgeführt, damit liegen Brustoperationen hinter Fettabsaugungen an zweiter Stelle. Die Gründe sind beinahe immer ästhetischer Natur, und zwar:

  • Die Brust ist im Verhältnis zum restlichen Körper und zum Körpergewicht einfach zu klein
  • Die beiden Brüste sind nicht gleich groß
  • Die Brüste verlieren an Volumen und erschlaffen zum Beispiel wegen einer Schwangerschaft oder nach der Stillzeit
  • Die Brust ist durch Fehlbildung nicht ansehnlich

Natürlich liegen bei den Gründen dabei auch subjektive Empfindungen vor, welche Frauen dazu bewegen, durch eine Brust-OP eine Traumbrust zu erlangen. Bei vielen überwiegt einfach der Wunsch nach wohlgeformten und straffen Brüsten, um dem persönlichen Schönheitsideal zu entsprechen. Vor jeder Brustvergrößerung oder Straffung ist jedoch, wie bei jeder anderen Operation, eine ärztliche Beratung durchzuführen. Jeder gute Arzt wird vor der Brustoperation nach dem Grund für die Entscheidung fragen. Alle möglichen Risiken müssen vorher abgewogen werden. Erst wenn alle Einzelheiten besprochen wurden, kann der Eingriff durchgeführt werden.

Wie erkennen Sie einen guten ästhetischen Chirurg

In der ästhetischen Chirurgie zählen Brustoperationen zu den häufigsten Eingriffen, darum verfügen Schönheitschirurgen auch über dementsprechende Erfahrungen. Trotzdem sollten Sie den Arzt immer nach der Qualifikation fragen. Berufsbezeichnungen, wie kosmetischer Chirurg, ästhetischer Chirurg oder Schönheitschirurg sind nicht geschützt, darum kann jeder niedergelassene Arzt diese Bezeichnungen führen. Nur ein „Facharzt für Plastische Chirurgie“ oder ein „Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie“, muss mindestens sechs Jahre Erfahrung auf dem Gebiet besitzen, um diese Berufsbezeichnung führen zu dürfen.

Welche Möglichkeiten der Brustvergrößerung gibt es?

Der chirurgische Eingriff, bei welchem die Brust vergrößert oder die Form verändert wird, nennt der Facharzt auch Mammaaugmentation. In den meisten Fällen werden Silikonimplantate verwendet, die entweder hinter dem Brustmuskel oder zwischen Brustgewebe und Brustmuskel eingesetzt werden. Eine aktuelle Möglichkeit wäre auch das Implantat in den Muskel einzusetzen, dadurch soll die Kapselfibroserate gesenkt werden. Neben den Silikonimplantaten wird in vielen Fällen auch eine Brustvergrößerung mit Eigenfett durchgeführt. Das Fett wird der Patientin an anderer Stelle abgesaugt und aufbereitet, bevor es in die Brust eingesetzt wird.

Wie läuft eine Brust-OP ab?

Die Operation wird in der Regel stationär durchgeführt, dazu müssen Sie einige Tage in einer Klinik bleiben. Einige Ärzte bieten Lokalanästhesie an, in den meisten Fällen wird der Eingriff jedoch unter Vollnarkose durchgeführt. Der Eingriff selbst dauert, je nach Operationstechnik, zwischen ein und zwei Stunden. Die jeweilige Technik wird im Beratungsgespräch gemeinsam ausgewählt, es gibt drei Methoden:

Der inframammäre Zugang: bei dieser Methode wird der Schnitt unter der Umschlagfalte, die sich unter der Brust befindet, gesetzt. Je nach Größe des Implantats ist der Schnitt zwischen drei und sechs Zentimeter lang.

Der transaxilläre Zugang: dabei wird der Schnitt in der Achselhöhle gesetzt, darum sind die Narben später auch kaum zu sehen. Der Nachteil ist die Entfernung zwischen Schnitt und der Brust.

Der transaureoläre Zugang: bei dieser Variante wird genau am Brustwarzenvorhof geschnitten und die Narbe ist daher später kaum zu erkennen. Der Zugang ist jedoch vergleichsweise eng, besonders wenn die Frau einen kleinen Warzenvorhof besitzt.

Welche Typen von Implantaten gibt es?

Bei den verwendeten Implantaten handelt es sich um medizinische Produkte, die dem Medizinproduktegesetz unterliegen. Die Standards im Hinblick auf Sicherheit und Qualität müssen sehr strenge Standards erfüllen. Die Hülle besteht dabei immer aus Silikon, bei der Füllung gibt es zwei Möglichkeiten. Silikongel oder physiologische Kochsalzlösungen, welche als ungefährlicheres Material gelten. Die Kochsalzlösung wird auch im Fall eines Auslaufs vom Körper ohne Probleme aufgenommen.

Der Nachteil liegt darin, dass die Implantate mit Kochsalzlösungen mit der Zeit an Volumen verlieren können. Beim Silikongel handelt es sich um eine gummibärchenartige Substanz, die formstabil ist und kaum austreten kann. Das Platzen eines Brustimplantats ist jedoch äußerst unwahrscheinlich.